Diabetologie in Deutschland
Die Diabetologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beschäftigt.
In der Diabetologie unterscheidet man Typ 1- und Typ 2-Diabetes sowie Schwangerschaftsdiabetes. Typ 1-Diabetes (insulinabhängiger, juveniler Diabetes) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinproduktion zuständig sind, von körpereigenen Abwehrzellen zerstört werden. Der Zucker kann ohne Insulin nicht in die Zellen aufgenommen werden, deshalb steigt der Blutzuckerspiegel an. Erste Symptome dieser Krankheit sind Durst, vermehrter Harndrang, Müdigkeit, trockene Haut, Übelkeit und Gewichtsverlust. Besonders problematisch sind bei nicht sachgerechter Behandlung der Krankheit die Unterzuckerung des Patienten bis hin zum diabetischen Koma.
Typ 2-Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhtem Blutzucker führt. Früher wurde sie auch Alterszucker genannt, heute sind allerdings aufgrund von Übergewicht, Bewegungsmangel und falscher Ernährung auch jüngere Menschen davon betroffen. Die erbliche Veranlagung, individuelle Lebensweise und das Alter sind wichtige Faktoren für Typ 2-Diabetes. Zunächst versucht der Körper, den Zucker über den Urin loszuwerden, es kommt zu häufigem Wasserlassen, Durst, trockener Haut und körperlicher Schwäche. Auch bei diesen Patienten kann eine Unterzuckerung auftreten.
Während der Schwangerschaft kann es bei Frauen zu einer Glucose-Intoleranz kommen, die eher bei Übergewichtigen oder erblich vorbelasteten Müttern auftritt. Zumeist normalisiert sich der Zuckerstoffwechsel nach der Geburt wieder. Die Blutzuckerwerte werden in der Schwangerschaft besonders überwacht.
Diagnostik und Therapieformen der Diabetologie
In der Diabetologie werden zur Erstellung der Diagnose zunächst ausführliche Anamnese-Gespräche geführt. Danach folgen die körperliche Untersuchung und Laboranalysen bezüglich des Zuckergehaltes von Urin und Blut.
Als mögliche Therapieform der Diabetologie gilt die medikamentöse Behandlung mit Insulin, das per Spritze oder Pumpe verabreicht wird, besonders bei Typ 1-Diabetikern. Typ 2-Diabetiker erhalten zunächst einen Blutzuckersenker in Tablettenform, aber nach lang andauernder Krankheit kann auch Insulin notwendig werden.
Es finden besondere Schulungen für Diabetiker statt, welche die Bewältigung ihres Alltags erleichtern helfen. Der Umgang mit der Insulinspritze oder -pumpe und dem Blutzuckermessgerät wird gezeigt. Die Abstimmung von Insulingabe und Ernährungsrhythmus wird eingeübt. Es gibt umfassende Beratungen zu Bewegung, Ernährung, Gewichtsreduzierung und psychosozialen Aspekten.
Diabetes bedingte Folgeerkrankungen
Die Diabetologie befasst sich nicht nur mit der primären Zuckererkrankung, sondern auch mit ihren Folgeerscheinungen. Durch Diabetes können Schäden der Nieren, Netzhaut, Nervenbahnen und der Arterien auftreten. Ferner besteht das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen und an dem so genannten diabetischen Fuß zu erkranken.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 10.06.2010
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.